Endlich können Roboter sicher anhalten, ohne einen Menschen zu berühren.

Kollaborierende Roboter

Kollaborierende Roboter sind nach meiner Einschätzung der nächste große Schritt in der industriellen Automation. Entsprechend groß sind die wirtschaftlichen Erwartungen. Man erwartet in wenigen Jahren fünf- oder sechsstellige jährliche Absatzzahlen allein in Deutschland.

Bei kollaborierenden Robotern muss immer der Arbeitsplatz betrachtet werden. An bestimmte Stellen soll sich der Roboter annähern können, ohne sich abzuschalten. Mit unserem Sensor ist das möglich, ohne die Schutzwirkung zu verlieren. Im Abschnitt Entstehungsgeschichte steht, warum ich kapazitive Sensoren für das ideale Mittel halte, um kollaborierende Roboter sicher zu machen, ohne dass sie den Menschen berühren.

Abhängig vom Layout des Sensors sind Reichweiten um 40 cm möglich. Unser Video zeigt ein Beispiel, das eine Hand in 30 cm Entfernung erkennt.

Kapazitive Sensoren werden schon erfolgreich an kollaborierenden Robotern eingesetzt. Man fragt sich, wie das sein kann, wenn die einzige verfügbare sichere Technik für kapazitive Sensoren, also unsere Technik, nicht verwendet wird. Dazu gibt es drei Antworten:

Antwort 1: die Roboter sind zusätzlich mit sicheren taktilen Sensoren ausgerüstet, die kapazitiven Sensoren dienen dem Komfort.

Antwort 2: Die Roboter werden in den USA eingesetzt. Wenn dort ein Unfall mit einer Maschine passiert, muss der Geschädigte nachweisen, dass die Maschine fehlerhaft gearbeitet hat. Bei uns muss jede Maschine von einer öffentlich autorisierten Stelle als sicher zertifiziert werden, bevor sie ausgeliefert werden darf.

Antwort 3: Einschließlich der Sensoren ist alles zweikanalig ausgeführt. Bei unserer Technik beginnt die Zweikanaligkeit erst nach den Sensoren mit der Elektronik. Das ist gut für die Kosten und für die Empfindlichkeit.

 

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